Ein ungewohntes Bild bot sich am vergangenen Wochenende auf dem Areal des ZAB in Bazenheid: Wo sonst Technik und Infrastruktur dominieren, arbeiteten sich rund zehn hochkonzentrierte Suchhunde mit ihren Hundeführer:innen Schritt für Schritt durch die komplexen Anlagen. Nasen tief am Boden, Leinen gespannt – jedes Team folgte einer unsichtbaren Spur, die für Aussenstehende längst verloren schien.
Zum Einsatz kommen diese speziell ausgebildeten Hunde immer dann, wenn in stark kontaminiertem Umfeld eine individuelle Geruchsspur verfolgt werden muss. Bahnhöfe, Einkaufszentren oder dicht besiedelte Stadtgebiete stellen für Mensch und Tier eine besondere Herausforderung dar. Doch genau hier zeigen die Hunde ihre beeindruckende Stärke: Selbst nach mehreren Stunden oder sogar Tagen können sie den Geruch einer bestimmten Person über beachtliche Distanzen zuverlässig aufnehmen und verfolgen.
Hinter dieser Leistung steckt enorm viel Arbeit. Die Hundeführer:innen investieren nicht nur Zeit, sondern auch Herzblut, um mit ihrem Hund zu einem einsatzfähigen Team zusammenzuwachsen. Die Ausbildung dauert im Durchschnitt zwei bis vier Jahre. Wöchentliches Training, ergänzt durch intensive Wochenendseminare, gehört ebenso dazu wie kontinuierliche Weiterentwicklung. Rund 300 Ausbildungsstunden pro Jahr kommen pro Team zusammen. Wer die Einsatzfähigkeit in der individuellen Personensuche erreichen will, braucht Ausdauer, Flexibilität, Mobilität – und den Willen, mehr zu leisten als andere.
Unterstützt wird diese wertvolle Arbeit von engagierten Organisationen und Ausbildungsstätten. Mehr über die Arbeit und Philosophie von Vier Pfoten Freund erfahren Sie hier: Hundebetreuung Winterthur – Hundebetreuung Region Winterthur
Informationen zur fundierten Ausbildung im Mantrailing bietet zudem die Mantrailer Dogschool: erleben – erfahren – erreichen
Dass solche Trainings überhaupt möglich sind, ist keine Selbstverständlichkeit. Der ZAB stellt sein Gelände und seine Infrastrukturen regelmässig Rettungsorganisationen, dem Zivilschutz oder der Armee zur Verfügung. Denn eines ist klar: Nur wer trainiert und übt, kann im Ernstfall erfolgreich helfen. Und manchmal sind es eben vier Pfoten, die den entscheidenden Unterschied machen.